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5 Whistleblowing-Mythen im Faktencheck

Wir überprüfen die häufigsten Mythen rund um das Thema Whistleblowing auf Ihre Richtigkeit.

Sascha Meier Sascha Meier

    Mythos 1: Whistleblower schaden dem Ruf des Unternehmens

    Hinweisgeber (Whistleblower) schaden Unternehmen nur dann, wenn sie Fehlverhalten im Unternehmen direkt an die Öffentlichkeit oder die Medien melden. Deshalb ist es wichtig, dass Hinweisgeber ermutigt werden, intern zu melden. Dazu sollten Unternehmen interne Hinweisgeberkanäle einrichten und aktiv kommunizieren. Mitarbeiter können so ihre Beobachtungen direkt an die zuständige Stelle im Unternehmen übermitteln und helfen, Missstände frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Dies trägt dazu bei, dass das Risiko für Skandale sinkt und so weitreichende Reputationsschäden verhindert werden.

    Mythos 2: Whistleblower landen vor Gericht

    Meldet ein Hinweisgeber seine Beobachtungen direkt an eine externe Stelle (z. B. die Medien), kann er sich strafbar machen, wenn er dabei beispielsweise Geschäftsgeheimnisse offenlegt. Ausnahmen gelten, wenn der Hinweisgeber im öffentlichen Interesse handelt. Entsprechende Ausnahmeregelungen sind zum Beispiel im Meldeablauf der neuen EU-Whistleblower-Direktive oder im Geschäftsgeheimnisgesetz verankert. Nichts zu fürchten haben all jene Whistleblower, die zunächst firmeninterne Meldekanäle wie ein digitales Hinweisgebersystem zur Übermittlung von Missständen nutzen.

    Mythos 3: Mitarbeiter nutzen Hinweisgebersysteme, um Kollegen anonym anzuschwärzen

    Verleumderische oder missbräuchliche Meldungen sind nur selten ein Problem. Laut des Whistleblowing Reports 2019, bei dem knapp 1.400 Unternehmen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und der Schweiz befragt wurden, zielen weniger als 9 Prozent der eingegangenen Meldungen darauf ab, einzelnen Mitarbeitern oder dem Unternehmen zu schaden. Vielmehr zeigt die Studie, dass die Hälfte der Meldungen auf Compliance-relevante Missstände hinweisen. Die weiteren Hinweise decken in der Regel andere Probleme im Unternehmen auf. Dennoch ist es wichtig, bei der Einführung von Hinweisgebersystemen klar zu kommunizieren, dass missbräuchliche Meldungen nicht geduldet werden.

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    Mythos 4: Wer ein Hinweisgebersystem einrichtet, wird mit Meldungen überflutet

    Studien zeigen, dass Unternehmen durchschnittlich 52 Meldungen pro Jahr erhalten (vgl. Whistleblowing Report 2019). Je größer das Unternehmen ist, desto größer ist meist auch die Meldewahrscheinlichkeit. Viele Hinweise zu erhalten, ist jedoch nicht per se ein schlechtes Zeichen. Zwar kann eine niedrige Zahl von Meldungen ein Indiz dafür sein, dass im Unternehmen nur wenige Missstände vorliegen, jedoch kann dies auch bedeuten, dass die Meldestelle fehlerhaft ist, Mitarbeiter kein Vertrauen in den Kanal haben oder diese schlicht nicht wissen, wohin sie Fehlverhalten melden sollen. Unternehmen sollten daher ihre Meldekanäle sowie die Bearbeitungsprozesse transparent kommunizieren, um Hemmschwellen bei potenziellen Hinweisgebern abzubauen.

    Mythos 5: Whistleblower müssen Vergeltungsmaßnahmen durch Kollegen fürchten

    Gibt der Hinweisgeber seinen Namen bei der Meldung an, muss der Arbeitergeber seiner allgemeinen Fürsorgepflicht nachkommen und die Identität des Hinweisgebers soweit wie möglich vertraulich behandeln. Wird die Identität des Hinweisgebers dennoch bekannt, muss der Arbeitgeber den Meldenden vor Vergeltungsmaßnahmen durch Kollegen schützen. Auch die Europäische Union hat den Schutz von Hinweisgebern vor Sanktionen (wie Degradierungen oder Einschüchterungen) explizit in die im April 2019 verabschiedete Whistleblower-Richtlinie aufgenommen. Da subtiles Mobbing jedoch nur schwer durch eine Richtlinie verhindert werden kann, sollten Unternehmen anonyme Hinweisgebersysteme einrichten, über die Meldende Ihre Identität gar nicht erst preisgeben müssen.

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    Sascha Meier
    Sascha Meier

    Director Sales Corporate Compliance – EQS Group | Sascha Meier verantwortet am Schweizer Standort des Technologieanbieters EQS Group den Vertrieb des Produktsegments Corporate Compliance. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Digitalisierung von Compliance-Prozessen und unterstützt in seiner Funktion Organisationen täglich bei der Einführung und Optimierung von Compliance Management Systemen. Zudem verfügt er über einen CAS-Abschluss in Compliance Management. In seinen vorherigen Positionen war er für die EQS Group in München sowie Dubai tätig.

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