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Das Geldwäschegesetz (GwG): Ein Überblick

In diesem Artikel geben wir einen Überblick über die wichtigsten Bestimmungen und Anforderungen des GwG.

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Das Geldwäschegesetz (GwG) ist ein zentrales Instrument im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung in Deutschland. Es verpflichtet bestimmte Berufsgruppen und Unternehmen dazu, Maßnahmen zur Verhinderung dieser Straftaten zu ergreifen. In diesem Artikel geben wir einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Bestimmungen und Anforderungen des GwG.


Ziele des Geldwäschegesetzes

Das Ziel des GwG ist das Aufdecken und Verhindern von Gewinnen aus schweren Straftaten sowie die Bekämpfung der Finanzierung von Terrorismus. Es soll sicherstellen, dass illegale Gelder nicht in den legalen Wirtschaftskreislauf eingeschleust werden und so die Integrität der Finanzsysteme gewahrt bleibt.

Wer fällt unter das Geldwäschegesetz?

Zu den Verpflichteten nach dem GwG gehören unter anderem Kreditinstitute, Finanzunternehmen, Rechtsanwälte, Notare, Wirtschaftsprüfer und Immobilienmakler. Diese müssen verschiedene Sorgfaltspflichten erfüllen, darunter die Identifizierung ihrer Kunden, die Durchführung von Risikoanalysen und die Meldung verdächtiger Transaktionen an die zuständigen Behörden.

1. Identifizierungspflicht: Verpflichtete müssen ihre Vertragspartner und gegebenenfalls die für diese auftretenden Personen identifizieren. Dies umfasst die Erhebung und Überprüfung von Angaben wie Name, Geburtsdatum und Anschrift.

2. Risikomanagement: Verpflichtete müssen über ein angemessenes Risikomanagement verfügen, das auf Art und Umfang ihrer Geschäftstätigkeit abgestimmt ist. Dazu gehört die regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung der Risikoanalyse.

3. Dokumentationspflicht: Alle relevanten Dokumente und Informationen müssen aufgezeichnet und für einen bestimmten Zeitraum aufbewahrt werden. Dies dient der Nachvollziehbarkeit und Überprüfung durch die Aufsichtsbehörden.

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Transparenzregister

Ein zentrales Element des GwG ist das Transparenzregister. Dieses Register wird in elektronischer Form geführt und erfasst die wirtschaftlich Berechtigten von Unternehmen und anderen Vereinigungen. Ziel ist es, die tatsächlichen Eigentümerstrukturen offen zu legen und so die Verschleierung illegaler Aktivitäten zu erschweren. Verpflichtete müssen sicherstellen, dass die Angaben im Transparenzregister aktuell und vollständig sind.

Sanktionen und Aufsicht

Verstöße gegen das GwG können empfindliche Geldbußen, bei einem leichtfertigen Verstoß beispielsweise bis zu 100.000 EUR, nach sich ziehen. Die zuständigen Aufsichtsbehörden, wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), überwachen die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und führen bei Bedarf Prüfungen durch.

Fazit

Das Geldwäschegesetz stellt hohe Anforderungen an bestimmte Berufsgruppen und Unternehmen, die dazu beitragen sollen, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung effektiv zu bekämpfen. Durch strenge Sorgfaltspflichten, ein umfassendes Risikomanagement und die Einrichtung des Transparenzregisters wird versucht, die Integrität des Finanzsystems zu wahren und illegale Aktivitäten zu unterbinden.

Für detaillierte Informationen und rechtliche Beratung sollten Sie die entsprechenden Gesetzestexte und behördlichen Richtlinien konsultieren.

EQS Editorial Team
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