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Ad-hoc-Meldungen 2020: Corona und der Börsenmarkt

Wie die Pandemie die Prognoseänderungen im DAX beeinflusst hat.

Knut Wichering Knut Wichering

    Die Covid-19-Pandemie hat die Welt weiter fest im Griff und wirbelte auch in der zweiten Jahreshälfte 2020 die Planungen der börsennotierten Gesellschaften durcheinander. Im Gesamtjahr veröffentlichten die 302 Emittenten aus dem Prime Standard (dazu gehören u. a. DAX, MDAX und SDAX) insgesamt 1137 Ad-hoc-Meldungen – in fast jeder vierten dieser Insiderinformationen wurde der Ausblick angepasst. Im Gegensatz zum ersten Halbjahr, als die Unternehmensverantwortlichen ihre Ziele aufgrund der Corona-Krise fast ausnahmslos gesenkt hatten, überwogen im dritten und vierten Quartal jedoch die Prognoseanhebungen. Das ist das Ergebnis einer Analyse der EQS Group AG, dem führenden Anbieter für regulatorische Technologien in Deutschland.

    Im DAX wurden im vergangenen Jahr insgesamt 23 Ad-hoc-Meldungen mit den Schlagworten „Prognoseänderung“ und/oder „Gewinnwarnung“ veröffentlicht – und damit fast dreimal so viele wie in den Jahren 2018 und 2019 (jeweils 8).

    Ad-hoc-Meldungen Prime Standard 2020

    Die großen Börsen-Gewinner im zweiten Halbjahr 2020

    Von den fünf Meldungen, die zwischen Juli und Dezember von den Unternehmen aus dem deutschen Auswahlindex herausgegeben wurden, war nur eine (SAP SE) negativ – ansonsten hatte sich die Stimmung gegenüber dem ersten Halbjahr deutlich aufgehellt: Das Chemieunternehmen Covestro AG (zweimal) und die Deutsche Post AG korrigierten ihre pessimistischen Einschätzungen aus dem Frühjahr nach oben. Zudem lieferte Delivery Hero nach dem DAX-Aufstieg im August neben einer Rekordzahl an Essen auch eine Prognoseanhebung, es war bereits die zweite des Jahres.

    Auch zwei andere Unternehmen, die wie Delivery Hero ein internetbasiertes Geschäftsmodell verfolgen, gehören zu den großen Profiteuren der Pandemie: Die Westwing Group AG, die eine eCommerce-Plattform für „Home & Living“ betreibt, setzte im zweiten Halbjahr ihre Jahresziele gleich dreimal herauf; sogar viermal sah sich die mittlerweile im MDAX gelistete Hellofresh SE in der zweiten Jahreshälfte dazu veranlasst, ihre Vorhersagen zu überarbeiten. Mit insgesamt fünf Prognoseanhebungen im Jahr 2020 lag der Kochboxenversender hier einsam an der Spitze im Prime Standard.

    Prognosaenderungen Prime Standard 2020

    Aufwärtstrend in der gesamten DAX-Familie

    Aber nicht nur im Leitindex, sondern auch in den anderen Indizes der DAX-Familie überwog zuletzt der Optimismus: Die 18 Prognoseänderungen (insgesamt 47 in 2020 / 2019: 23), die im MDAX im zweiten Halbjahr 2020 veröffentlicht wurden, beinhalteten zehn Mal höhere Ziele; im SDAX war dies bei 19 Meldungen zu den Planzahlen (Gesamtjahr 2020: 69 / 2019: 45) sogar 13 Mal der Fall. Die übrigen Prime-Standard-Emittenten, die nicht in den drei großen Indizes gelistet sind, berechneten den Ausblick in den Quartalen drei und vier 48 Mal (Gesamtjahr 2020: 115 / 2019: 69) neu – in mehr als zwei Dritteln (34) der Fälle wurde die Messlatte dabei nach oben gesetzt.

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    Knut Wichering
    Knut Wichering

    Leiter Niederlassung Hamburg – EQS Group | Knut Wichering berät bei der EQS Group seit mehr als zehn Jahren Investor-Relations-Kunden aus ganz Deutschland.  Zudem leitet er unser Büro am Hamburger St. Annenufer.

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