Prime Standard: Zahl der Emittenten 2025 erneut rückläufig
Im Jahr 2025 ging die Zahl der Emittenten am deutschen Aktienmarkt erneut zurück. Damit setzt sich ein mehrjähriger Trend fort. Im Prime Standard gab es zwar einzelne Neuzugänge, insgesamt überwogen jedoch Delistings und Downlistings.
Ende Dezember waren im Prime Standard insgesamt 261 Emittenten gelistet. Das sind zwölf weniger als noch ein Jahr zuvor. Der erneute Rückgang unterstreicht die Entwicklung der vergangenen Jahre, in denen die Zahl der börsennotierten Unternehmen im regulierten Markt kontinuierlich gesunken ist.
Zahlreiche Abgänge im Jahr 2025
Im Laufe des Jahres 2025 verließen 15 Unternehmen den Prime Standard. Delistet wurden Encavis AG, VARTA AG, Metro AG, alstria office-REIT AG, Biotest AG, CompuGroup Medical SE & Co. KGaA, PharmaSGP Holding SE, Francotyp-Postalia Holding AG, ABOUT YOU Holding AG, Nexus AG sowie 4SC AG. Darüber hinaus wechselten Manz AG, KPS AG, Medigene AG und Accentro Real Estate AG vom Prime Standard in den General Standard.
Dem standen drei Neuaufnahmen gegenüber: AUMOVIO SE, Ottobock SE & Co. KGaA sowie TKMS Group AG & Co. KGaA wurden 2025 in den Prime Standard aufgenommen. Alle drei Unternehmen schafften zugleich den Sprung in einen Auswahlindex und sind nun im MDAX beziehungsweise SDAX vertreten.
Ausblick auf 2026
Für das Jahr 2026 zeigen sich Experten traditionell optimistisch. Erwartet werden rund 10 bis 15 Börsengänge im regulierten Markt. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt jedoch, dass die tatsächliche Zahl häufig unter diesen Prognosen lag. Ob es 2026 tatsächlich zu einer Trendwende kommt, bleibt daher abzuwarten – zumal derzeit rund 7 bis 10 Emittenten kurz davorstehen, sich aus dem regulierten Markt zurückzuziehen.

