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Umfrage bestätigt: Schweizer IR-Teams werden immer digitaler

Covid-19 und die Optimierung von Prozessen treiben die Entwicklung voran.

EQS Editorial Team EQS Editorial Team

    Die Studie „Paradigm Shift in IR: Focus on Digital Interaction with Capital Markets “, die im April 2021 vom Center for Corporate Reporting in Zusammenarbeit mit dem IR club Schweiz und der EQS Group durchgeführt wurde, zeigt, dass sich die Investorenkommunikation in der Schweiz zunehmend digitalisiert.

    Digitalisierung im Fokus

    Die Umfrage ergab, dass im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr neun von zehn digitale IR-Kommunikationsinstrumente, -kanäle und -plattformen an Beliebtheit gewonnen haben. Dazu gehören –wie in einem Pandemiejahr erwartbar — digital gestreamte IR-Konferenzen und digitale Roadshows (+ 17 % bzw. 26 %). In der Umfrage wurde zudem ein deutlicher Anstieg bei der Nutzung von CRM- und Kontakt-Tools, digitalen Investor-Targeting-Datenbanken und digitalen Shareholder-ID-Tools festgestellt. Dieser Trend zeigt das Bewusstsein für einen integrierten, ganzheitlichen Ansatz und stärkt die Professionalisierung und Digitalisierung der Investor Relations.

    Darüber hinaus gaben in diesem Jahr 51 Prozent der Befragten an, dass ihre IR-Strategie mit der Digitalisierungsstrategie ihres Unternehmens übereinstimmt. Das ist ein Anstieg von 6 Prozent gegenüber dem Ergebnis von 2020. Interessanterweise verfügen 35 Prozent der befragten Teams immer noch über keine Digitalisierungsstrategie im IR-Bereich.

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    Eine vollständige Umstellung auf digitale Kanäle?

    87 Prozent der Befragten waren der Meinung, dass Covid-19 zu einem digitalen Wandel in IR-Teams geführt hat. Nichtsdestotrotz halten viele Unternehmen den persönlichen Kontakt mit Investoren nach wie vor für wichtig. Die Mehrheit der Unternehmen (58 %) gibt deshalb an, dass sie in Zukunft auf eine Mischung aus virtuellen und persönlichen Treffen mit Investoren setzen werden.

    Prozesseffizienz und -automatisierung wurden als wichtigster Treiber für Digitalisierungsprojekte genannt und damit im Durchschnitt als wichtiger eingestuft als Kostenoptimierungen oder Regulierungen. Auf die Frage nach der Einstellung ihrer Abteilung zu neuen digitalen IR-Tools gab die Mehrheit der Unternehmen (65 %) an, dass sie regelmässig prüfen, ob neue digitale Tools die Effizienz ihrer Arbeit steigern können. Dies ist ein Anstieg von drei Prozent im Vergleich zum letzten Jahr.

    In der Umfrage wurden die Unternehmen auch gefragt, ob sie eine Online-Hauptversammlung abhalten würden — vorausgesetzt, dass ein revidiertes Schweizer Aktienrecht in den kommenden Jahren in Kraft tritt, das Online-Hauptversammlungen ermöglicht*. 25 Prozent der Unternehmen gaben an, dass sie planen, entweder eine vollständige Online-Hauptversammlung oder eine hybride Hauptversammlung abzuhalten. Viele Unternehmen (40 %) gaben jedoch auch zu, dass sie sich noch nicht mit den Details des Gesetzes befasst haben.

    An der Umfrage nahmen 66 Schweizer IR-Vertreter teil, wobei fast die Hälfte (49 %) aus Grossunternehmen stammte. Die Umfrageergebnisse wurden im Webinar Digital Interaction with capital markets, employees and management  am 26. Mai 2021 vorgestellt.

    *Bitte beachten Sie, dass zum Zeitpunkt der Umfrage davon ausgegangen wurde, dass dieses Gesetz im Jahr 2022 in Kraft tritt. Daher wurden die Unternehmen gefragt, ob sie im Jahr 2022 eine Online-Hauptversammlung durchführen würden. Nach aktuellem Stand soll das Gesetz 2023 in Kraft treten.

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    EQS Editorial Team
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