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Inline XBRL Reporting: Fragen, Antworten, Lösungen

XBRL, iXBRL, Taxonomie & Tagging: Das müssen Unternehmen über das neue XBRL-Reporting-Format wissen.

Sven Schenkluhn Sven Schenkluhn

    Sicher sind Ihnen die Abkürzungen XBRL oder iXBRL bereits begegnet. Und auch Tagging und Taxonomie wird Ihnen ein Begriff sein, wenn Ihr Unternehmen an einem EU-regulierten Markt notiert ist. All diese Begriffe sind dem „European Single Electronic Format“ (ESEF) zuzuordnen: das neue, EU-einheitliche Berichtsformat, das für eine bessere Vergleichbarkeit und höhere Transparenz sorgen soll. Mehr zum politischen Hintergrund finden Sie hier.

    ESEF-Factsheet

    Die wichtigsten Fakten zum Thema ESEF haben wir für Sie zum kostenfreien Download zusammengefasst.

    iXBRL: Neue Auszeichnungssprache wird zur Pflicht

    ESEF ist seit dem 1. Januar 2020 in Kraft. Emittenten EU-regulierter Märkte sowie Unternehmen im europäischen Wirtschaftsraum sind demnach verpflichtet, ihre Konzernabschlüsse in einer XML-Sprache umzusetzen, der „inline eXtensible Business Reporting Language“ (iXBRL), einer Weiterentwicklung der Auszeichnungssprache XBRL. Dabei werden alle Zahlen und Informationen des Abschlusses mit einem standardisierten Label (Tag) versehen. Diese Tags folgen einer klar definierten IFRS-Taxonomie, dargestellt in der iXBRL-Sprache. Sie ermöglicht es IT-Systemen, Jahresabschlüsse/Konzernabschlüsse vollautomatisch auszulesen und Informationen weiterzuverarbeiten. Hierfür wird eine umfangreiche XBRL-Taxonomie zur Verfügung gestellt. Zudem lässt sich dieses Format in jedem Standard-Browser öffnen und wie eine Website anzeigen. Somit können Sie den XHTML-Finanzbericht wie eine Print-PDF-Datei nach Ihren Wünschen gestalten und aufbereiten.

    Um die angestrebte Vergleichbarkeit von Finanzberichten zu erreichen, gibt die ESEF-VO den Umfang bis auf die Zeile genau vor. Da die Zeileninhalte klar definiert sind, müssen Wirtschaftsprüfer sich nicht mehr mit unterschiedlichen Definitionen bestimmter Kennziffern beschäftigen.

    XBRL-/iXBRL-Tagging: Inhouse-Lösung vs. Dienstleister

    Die Umsetzung der ESEF-VO ist mit erheblichem Aufwand verbunden. Dieser ist besonders davon abhängig, ob Sie das XBRL-/iXBRL-Tagging etc. selbst umsetzen oder einen Dienstleister damit beauftragen.

    Entscheiden Sie sich in puncto XBRL-Tagging für die Inhouse-Lösung sind die initialen Kosten deutlich höher. Sie müssen zunächst in eine entsprechende Software, in die damit verbundenen Systemanpassungen sowie voraussichtlich in den Ausbau Ihrer personellen Ressourcen in Rechnungswesen/Investor Relations investieren. Ist erst einmal alles implementiert, können die Anforderungen teilautomatisch umgesetzt und damit der manuelle Aufwand und die Fehlerquellen deutlich reduziert werden. Wichtig ist aber, dass Sie diese Entscheidung ggf. im Konzernkontext treffen!

    Die ESEF-Taxonomie basiert auf der IFRS-Taxonomie der IFRS-Foundation. Allerdings wird auf den von der Europäischen Kommission freigegebenen Rechtstand abgestellt. Die Erfahrungen mit der IFRS-Taxonomie zeigen, dass mit häufigen Änderungen und Ergänzungen zu rechnen ist. Sie müssen sicherstellen, dass Taxonomie und technische Standards immer auf dem aktuellen Stand sind und Neuerungen auf allen Ebenen in Ihr Buchhaltungssystem einbezogen werden. Dieser Aufwand ist wahrscheinlich nicht ohne zusätzliche Manpower leistbar.

    Durch das Beauftragen eines ESEF-Dienstleisters lagern Sie dieses Risiko aus. Zudem sind die Anfangsinvestitionen und Zusatzbelastungen für Rechnungswesen, IT und Investor Relations geringer. Die Kosten berechnen sich je Bericht. Zudem behalten Sie die volle Kontrolle über Konvertierung und Tagging.

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    Sven Schenkluhn
    Sven Schenkluhn

    Managing Director Compliance Services – EQS Group | Sven verantwortet den Geschäftsbereich Data Services sowie den EQS LEI Manager. Er ist unser Experte für die neue ESEF-Regelung.

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